Hingeschaut - auf den Spuren vergessener Orte

Logo der Sendereihe
Logo der Sendereihe

Diese von mir konzipierte Sendereihe ruft Orte in Erinnerung an denen einst das Leben tobte, die jedoch längst dem Verfall preisgegeben sind. Wie traurige Mahnmale erinnern sie an bessere Zeiten und sind im Alltag dennoch oft nur noch verwilderte Schandflecke. "Hingeschaut" erzählt die Geschichte wie es dazu kam, zeigt die Bilder der Gegenwart und hakt bei den Verantwortlichen nach.

Die Sendereihe ist ein typisches Regional-TV Format. Vorteile sind die starke Zuschauernähe und die unkomplizierte Übertragbarkeit auf andere Sendegebiete.


Spreepark - Zukunft ohne Rummel

 

Als er noch geöffnet war hätten sich die Betreiber soviel deutschlandweite Bekanntheit und Zuneigung wohl gewünscht. Vielleicht würden sich die Karussells im seit gut 15 Jahren geschlossenen Spreepark im Berliner Plänterwald dann auch heute noch drehen. Denn anders als in den letzten Betriebsjahren des Vergnügungsparks, zieht der geschlossene Spreepark die Menschen magisch an. Dennoch blieben alle Versuche der Wiederbelebung bislang erfolglos. Nun will der Senat den Spreepark selbst betreiben und eine Art Vergnügungspark Light daraus machen. Und dabei sollen auch die Berliner ein Wort mitreden dürfen.



Ein neues Umweltbildungszentrum für den Britzer Garten

 

Manchmal dauert es etwas länger. 1985 eröffnete im damals noch geteilten Berlin die Bundesgartenschau. Auf rund 90 Hektar Fläche erstreckt sich seitdem im Berliner Süden eine Parklandschaft mit einem großzügig angelegten See im Zentrum. Hinzu kommt bis heute ein vielfältiges Angebot wie etwa das Freilandlabor, eine Art Pavillon zur Umweltbildung. Der war eigentlich nur für die halbjährige Dauer der Bundesgartenschau ausgelegt. Durchgehalten hat er am Ende ganze 30 Jahre. Nun endlich soll ein Neubau das Freilandlabor und damit auch die gesamte Parkanlage auf eine neue Stufe stellen.



Bier statt Gas in Mariendorf

 

Das ehemalige Gaswerk in Berlin-Mariendorf galt zu seiner Entstehungszeit Anfang des 20.Jahrhunderts als das modernste Werk seiner Art in Europa. Die Bedeutung für die Stadt war auch zu Mauerzeiten groß, nach dem Krieg wurde es sogar nochmals erweitert. Insgesamt rund 100 Jahre lang wurde Berlins Gasversorgung in Mariendorf sichergestellt, erst mit der Umstellung auf Erdgas erfolgte Ende der 1990er Jahre das Aus. Seit dem ist dort die Zeit weitgehend stehengeblieben, nur einzelne Bereiche wurden für Gewerbe und Logistik umgenutzt. Doch auch für den Kernbereich bricht jetzt bald ein neues Zeitalter an.



 Grün statt Fahrgeschäften: Neues Leben im Spreepark?

 

Im Berliner Südosten liegt seit über 13 Jahren ein ganzer Freizeitpark im Dornröschenschlaf und ist Stoff für jede Menge Nostalgie, Mythen und Träume. Doch nun könnte plötzlich alles ganz schnell gehen - möglicherweise jedoch zum Leidwesen der Spreepark-Fans.



Nutzungsideen gesucht: das Bahnhofsgelände in Wittstock

 

Die Nachnutzung alter Bahnhöfe ist ein Sorgenkind in vielen ländlichen Regionen. Vielerorts stehen einst prächtige Baudenkmäler leer und sind dem Verfall preisgegeben. Ideen zur Nachnutzung gibt es dabei durchaus, doch wirklich umsetzen lassen sich nur die wenigsten. In Wittstock will man dennoch nichts unversucht lassen.



Trübe Aussichten: das einstige Hotel Seeblick in Flecken-Zechlin

 

Das einstige Hotel Seeblick im Rheinsberger Ortsteil Flecken-Zechlin. Nach der Wende schien die Zukunft des einstigen FDGB-Ferienheim in attraktiver Seelage zunächst gesichert. Viele Jahre logierte dort das Berufsbildungszentrum, später dann das Hotel Seeblick mit exklusiver Küche. Sogar kühne Ausbaupläne gab es bis zum Schluß. Doch in alle Träume platzte Ende 2009 dann völlig unerwartet die Insolvenz.



Verfall statt Konsum: Neuruppins einstiges Vorzeige-Kaufhaus

 

Seit über zehn Jahren steht die einstige Top-Einkaufsadresse in Neuruppin nun schon leer und verfällt zusehends. Ein Schmuckstück ist es schon lange nicht mehr. Und dennoch nehmen es die meisten wohl kaum wahr. Für unsere Sendereihe „Hingeschaut“ haben wir uns diesen Schandfleck mal näher angesehen und dabei festgestellt, dass zumindest für diese Bauruine noch Hoffnung besteht.



Die unendliche Geschichte des Verfalls: das Gut Gentzrode

 

Das Gut Gentzrode in Ostprignitz-Ruppin. Eine historische Gutsanlage erbaut im hierzulande seltenen maurischen Stil Ende des 19.Jahrhunderts. Doch schon bald nach der Wende stand das Anwesen leer. Viele Versuche gab es danach dem Gelände neues Leben einzuhauchen. Im Jahr 2011 kauften dann zwei türkische Investoren das Gelände und versprachen große Investitionen. Für uns ein Grund der Anlage einen Besuch abzustatten und genau hinzuschauen – mit einem ernüchternden Ergebnis.



Nachgefragt - wie gehts weiter beim Gut Gentzrode?

 

Ein knappes Jahr später im März 2012 schauten wir erneut beim Gut Gentzrode vorbei. Konnte der Verfall des Baudenkmals wie angekündigt aufgehalten werden? In den Anfragen und Interviews üben sich die Investoren, Stadtoberen und externen Beobachter weiterhin in Zuversicht. Konkretes gibt es allerdings weiterhin nicht zu berichten. Und das übrigens bis heute.



Der Niedergang einstiger Ikonen: verfallene Bahnhofsgebäude

 

Sie waren stolze Ikonen des frühen Eisenbahnzeitalters. Aushängeschilder einer jeden Stadt. Doch heute sind viele Bahnhofsgebäude abseits der großen Städte dem Verfall preisgegeben, im Schatten nüchterner und schlichter Haltepunkte fristen sie ein trauriges Schattendasein. Aufgegeben von der Bahn meist aus Kostengründen. Kommerz statt Tradition. Entlang der Strecke des Prignitz-Express gibt es dafür eine Menge Beispiele, wie etwa der ehemalige Hauptbahnhof in Neuruppin und das verlassene Bahnhofsgebäude in Radensleben.